„Forschung vor Anker“-Tour 2018 geht über Norderney

Besuchern zu zeigen, wie wichtig die eigene Arbeit ist. Das ist eine der Intentionen der Wissenschaftler des Forschungsschiffes LUDWIG PRANDTL, das Anfang Juli fünf Tage lang entlang der Küste unterwegs ist und in den Häfen Norderneys, Helgolands und Cuxhavens Station macht. Foto: HZG/Gesa Seidel

Besuchern zu zeigen, wie wichtig die eigene Arbeit ist. Das ist eine der Intentionen der Wissenschaftler des Forschungsschiffes LUDWIG PRANDTL, das Anfang Juli fünf Tage lang entlang der Küste unterwegs ist und in den Häfen Norderneys, Helgolands und Cuxhavens Station macht. Auf Norderney kann das Forschungsschiff am 9. Juli zwischen 13 und 17 Uhr besucht werden.

Initiator, der Tour, die seit 2009 bereits zum zehnten Mal stattfindet, ist der ehemalige, mittlerweile pensionierte HZG-Institutsleiter Professor Hans von Storch.

„Open Ship“ auf Norderney am 9. Juli ab 13 Uhr

In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern bietet das Institut für Küstenforschung des HZG auf Norderney ein interessantes Programm für Jung und Alt. Dabei gibt es Gelegenheit, das Forschungsschiff kostenlos zu besichtigen, das unter anderem mit einem Labor, einem Faltkran, einer Einleiterwinde und einer Schleppvorrichtung für Messgeräte ausgestattet ist. Dazu kommen an jeder Station zwei kostenfreie Abendvorträge mit anschließender Fragerunde. Auf Norderney finden diese von 19 bis 21 Uhr im Conversationssaal (am Kurplatz 1) statt.

Es werden folgende Themen behandelt

  • „Vom Leben der Welle Bella: Physik der Meereswellen“ (Dr. Ralf Weiße, Institut für Küstenforschung, HZG)
  • „Küstenschutz als Aufgabe zwischen Forschung und Landesverwaltung“ (Dr. Andreas Wurpts, Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz)

Interessierte Gruppen (z. B. Schulklassen) können vormittags von 10 bis 12 Uhr vor dem eigentlichen Open-Ship-Programm nach Voranmeldung an gesonderten Führungen teilnehmen.

Ziel der Tour des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) ist es, die Faszination für die Forschung zu wecken und Menschen und Verantwortlichen an der Küste zu zeigen, wie man sich den Herausforderungen an den Küsten stellt. Außerdem ist es den Wissenschaftlern wichtig zu zeigen, dass sie auch ansprechbar sind.

Weitere Gelegenheiten, das Schiff zu besichtigen und an Vorträgen teilzunehmen, hat der interessierte Besucher am 11. Juli auf Helgoland und am 13. Juli in Cuxhaven.

Über das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und das Forschungsschiff LUDWIG PRANDTL

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ist eine gemeinnützige Forschungseinrichtung und eines von 18 Zentren in der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Nach dem Leitsatz „Wissen schafft Nutzen“ beschäftigt man sich im Zentrum unter anderem mit den langfristig angelegten Schwerpunkten der Werkstoff- und Küstenforschung.

Das nach einem deutschen Physiker benannte Forschungsschiff LUDWIG PRANDTL ist ein Schiff mit geringem Tiefgang (1,70 Meter) und kann daher vor allem für die Forschungsarbeit in den tidebeeinflussten Bereichen der großen norddeutschen Flüsse und des Wattenmeers eingesetzt werden. Haupteinsatzgebiete des Schiffes sind die Nord- und Ostsee, Boddengewässer und Flussmündungsgebiete.