Norderney: Umzug der Forschungsstelle Küste verzögert sich

Die Forschungsstelle Küste soll Norderney verlassen. Aufgrund coronabedingter Einschränkungen verzögert sich der Umzug nun jedoch.

Die Forschungsstelle Küste war seit über 80 Jahren auf Norderney untergebracht und hat dort auch große Tradition. Entsprechend kritisch wurde es aufgenommen, als bekannt wurde, dass die Inseldienststelle Norderney verlassen und aufs Festland umziehen solle. Der Grund dafür: sanierungsbedürftige Dienstgebäude. Aufgrund coronabedingter Einschränkungen verzögert sich der Umzug nun jedoch.

Inhaltsverzeichnis
Geplanter Umzug der Forschungsstelle sieht sich wiederholter Kritik gegenüber | Umzug der Forschungsstelle Küste (FSK) verzögert sich | Für die künftige Unterbringung stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung | Über die Forschungsstelle Küste (FSK)

Zunächst sollen die Mitarbeiter in Behelfsgebäuden untergebracht werden.

Geplanter Umzug der Forschungsstelle sieht sich wiederholter Kritik gegenüber

Seit bekannt wurde, dass das Umweltministerium die Sanierung des Gebäudes neben der Inselmühle Norderney für wirtschaftlich nicht vertretbar hält und einen Neubau am Hafen von Norddeich plant, hagelt es Kritik. Schon von Beginn an hätten die Forscher den Standort auf der Insel direkt im Forschungsgebiet am liebsten bewahrt.

Die Kritik verstärkte sich, nachdem das Ministerium im September letzten Jahres bekanntgab, dass die Forschungsstelle die Insel schneller als geplant verlassen solle, um Behelfsquartiere in Norden zu beziehen. Begründet wurde dies durch die baulichen Mängel durch die die Sicherheit von Mitarbeitern und Besuchern nicht mehr zu gewährleisten sei.

Heftige Kritik hagelte es vor allem aus den Reihen der Grünen, die sich im Dezember erneut gegen den angekündigten Umzug aussprachen. Sie kritisierten außerdem, dass erste bauliche und technische Mängel bereits vor zehn Jahren festgestellt worden seien. Allerdings sei damals nichts unternommen worden und die Gebäude seien nur notdürftig in Betrieb gehalten worden.

Umzug der Forschungsstelle Küste (FSK) verzögert sich

Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln in der Nordsee.
Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln in der Nordsee.

Der Umzug der Forschungsstelle Küste (FSK) von der Insel Norderney in Behelfsquartiere hätte eigentlich bereits im Herbst abgeschlossen sein sollen. 25 Beschäftigte sollen dann in Gebäuden des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden im Kreis Aurich arbeiten. Weitere Mitarbeiter sollen in Bürocontainern untergebracht werden. Allerdings konnten diese aufgrund coronabedingter Einschränkungen noch nicht vollständig mit Anschlüssen für Elektrotechnik und IT ausgestattet werden.

Für die künftige Unterbringung stehen 5 Millionen Euro zur Verfügung

Wo sich der Standort der Forschungsstelle letztendlich befinden wird, steht indes noch nicht fest. Favorisiert wird ganz klar ein Neubau am Standort Norden. Eine Rückkehr auf die Insel Norderney gilt als ausgeschlossen. Für den Bau des neuen Gebäudes wurden fünf Millionen Euro veranschlagt.

Über die Forschungsstelle Küste (FSK)

Die Forschungsstelle Küste (FSK) gehört zum Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die Forschungsstelle führt Tätigkeiten in folgenden Bereichen durch:

  • Vermessung
  • Morphologie des Küstengebiets
  • Küsteningenieurwesen
  • Sturmflutwarndienst
  • Forschungsprojekte