Museen auf Norderney

Norderney ist eine Insel mit Geschichte, über die man in den verschiedenen Museen der Insel mehr erfahren kann. Ebenso sehenswert wie das Bade- und das Heimatmuseum sind die Sternwarte der Insel und das Nationalparkhaus.

Watt Welten UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Norderney

Das Watt Welten UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Norderney ist eine Bildungseinrichtung des Landes Niedersachsen. Foto: © Joachim Trettin
Das Watt Welten UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer Besucherzentrum Norderney ist eine Bildungseinrichtung des Landes Niedersachsen. Foto: © Joachim Trettin

Ein Haus, wie das Watt. Das soll das WattWelten-Besucherzentrum auf Norderney sein. Das auffällige Gebäude mit seinem naturorientierten Design, seinem Spiel mit den Elementen und der schon von Weitem sichtbaren Kornweihe auf dem Dach, will spannende und umfassende Informationen über das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer bieten. Besuchern bietet sich hier ein fantastischer Einblick in verschiedene Themen rund um das Wattenmeer und seine Bewohner, es gibt interaktive Ausstellungen und ein breites Angebot an Veranstaltungen.

Der Fokus liegt im Wattwelten-Besucherzentrum auf der Biodiversität, ökologischen und geologischen Prozessen und dem Thema Nachhaltigkeit. Der Besucher kann dort ersehen, welche Auswirkungen der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Fischerei für das Watt besitzen. Eine Forschungsreise quer durch das Watt, die insbesondere auch für Familien mit Kindern gut geeignet ist. Offizielle Website: www.nationalparkhaus-wattenmeer.de.

Museum Nordseeheilbad Norderney

Das Baden hat auf Norderney schon eine lange Tradition. Schließlich wurde hier schon vor über 200 Jahren das erste deutsche Nordseeheilbad eröffnet. Die Entwicklung dieses Seebads, die Badekultur und die Geschichte der Insel ist das Thema des Bademuseums, das 2007 im ehemaligen Freibadgebäude am Weststrand 11 eröffnet wurde. Der Besucher kann dort in der Dauerausstellung „Reiselust und Badespaß“ anhand zahlreicher Exponate die Entwicklung Norderneys zum beliebten Touristenziel mitverfolgen und zudem in den Sonderbereichen anhand ausgestellten Reiseaccessoires, Badekleidung und Exponaten aus dem Strand- und Badeleben in vergangene Zeiten blicken. Zudem finden im Museum Nordseeheilbad Norderney, das im Jahr 2013 6756 Besucher begrüßen durfte, wechselnde Sonderausstellungen statt. Vor dem Gebäude ist zudem die Wellenmaschine des alten Norderneyer Seewasser-Wellenhallenschwimmbades von 1931 aufgebaut, mit der bis zu 1,8 Meter hohe Wellen erzeugt werden konnten. Es war damals das erste Hallenbad seiner Art in Europa.

Weniger feucht, aber mindestens ebenso interessant ist die Galerie hans trimborn im Museum, in der Gemälde und Zeichnungen des bedeutenden Malers Hans Trimborn ausgestellt sind, der zwischen 1919 und 1939 zwanzig Jahre lang auf Norderney lebte. Ebenso befindet sich in der angeschlossenen historischen Druckwerkstatt eine Druckmaschine aus den 50er Jahren, ein so genannter „Heidelberger Tiegel“.

Das Bademuseum besitzt einen Museumsshop und eine Kaffeebar mit einer großen Außenterrasse. Gepäck kann während des Besuchs in den dortigen Schließfächern aufbewahrt werden.

Preise, Öffnungszeiten, Barrierefreiheit

  • Erwachsene: 4 Euro (ermäßigt 3 Euro)
  • Schüler Jugendliche (8 bis 18 Jahre): 2 Euro
  • Kinder bis zum Alter von 8 Jahren: kostenlos

Das Museum ist jeweils dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und samstags und sonntags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet.

Große Bereiche des Museums sind auch für Besucher mit Handicap gut erreichbar. Die Zugänge zum Museum und der Ausgang zur Außenterrasse sind rollstuhlgeeignet. Im Foyer des Museums befindet sich eine behindertengerechte Toilette. Offizielle Website: www.museum-norderney.de.

Rettungsboot-Museum

Die erste Rettungsstation, die Rettungsstation West, wurde auf Norderney bereits 1872 erbaut. Und von deren langjähriger Geschichte erzählt das Rettungsboot-Museum auf Norderney, in dem das erste Ruderrettungsboot der Insel, die „Fürst Bismarck“, ausgestellt ist. Das noch voll funktionsfähige 9 Meter lange und 2,5 Meter breite Schiff, mit dem unter anderem die Passagiere der Dampfer „Hilda Horn“ und „Stadt Norden“ gerettet wurden, war praktisch unsinkbar und löste damals das hölzerne Rettungsboot Barmen ab. Heute kann es von den Besuchern des Museums besichtigt werden. Daneben finden sich dort auch noch viele andere Hilfsmittel aus den Anfangszeiten der Seenotrettung und viele Informationen zur Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger. In der Sommersaison werden zudem zweimal wöchentlich Informationsveranstaltungen im originalen Rettungsschuppen in der Straße Am Weststrand 5 und samstags Vorführungen abgehalten.

Das Rettungsbootmuseum ist täglich zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet.

Fischerhaus-Museum mit Teehaus

Wer gerne mehr über die Geschichte Norderneys erfahren möchte, der sollte unbedingt dem Heimatmuseum im Argonner Wäldchen einen Besuch abstatten. Das Haus wurde ab 1924 geplant und einem Haus aus dem 18. Jahrhundert nachempfunden. Es gibt mit seiner historischen Einrichtung einen beeindruckenden Einblick in das Leben und den Alltag einer damaligen Fischerfamilie auf Norderney.

Das Museum verfügt in stimmungsvoll eingerichteten Stuben über viele Exponate aus den Bereichen Wohnen, Kleidung, Arbeit und dem Fischfang, mit dem die meisten Insulaner ihr Geld verdienten, bevor die Touristen kamen. Das Fischerhaus zeigt die Entwicklung vom Fischerdorf zum Staatsbad. Unter anderen können dort die alten Bücher der Kurverwaltung besichtigt werden.

Mindestens ebenso sehenswert ist das benachbarte Teehaus, in dem man mehr darüber erfahren kann, warum die Ostfriesen und ihr Tee einfach zusammengehören. In den Seminaren im „Teehuus“ lernt der Besucher zu Beispiel, warum der Tee in Ostfriesland mit Sahne getrunken wird, ob diese verrührt wird, wo der Unterschied zwischen Kluntje und Zucker ist und warum man winzige Tassen und keine Becher zum Teetrinken verwendet.

Wilhelm-Dorenbusch-Sternwarte

In der Nähe vom Inselwahrzeichen „Das Kap“ befindet sich die Wilhelm-Dorenbusch-Sternwarte, an der es erst dann lebendig wird, wenn die Sonne untergeht und die Sterne am Firmament erscheinen. Die Amateursternwarte lockt bereits seit über vierzig Jahren Sternenfreunde aus Nah und Fern an und kann auch von Touristen besichtigt werden. Die Sternwarte ist jeden Dienstag ab 20 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Anmeldungen zu den Führungen durch die Sternwarte sind nicht notwendig. Nur für größere Gruppen sollten Sondertermine vereinbart werden. Offizielle Website: www.sternwarte-norderney.de.

vonhand-Galerie

In der vonhand-Galerie in der Winterstraße 25 werden seit April 2006 alle sechs Wochen wechselnde Ausstellungen mit unterschiedlichen Künstlern angeboten. Es werden dabei immer Künstler zusammengefasst, die thematisch oder räumlich eine Verbindung zueinander besitzen. Dazu kommen während der Ausstellungen musikalische Einlagen.